Die China Evergrande Group ist heute erneut mit Zinszahlungen an internationale Investoren in Verzug geraten. DMSA selbst ist in diese Anleihen investiert und hat bis zum heutigen Ende der Nachfrist keine Zinszahlungen erhalten. Nun bereitet DMSA das Insolvenzverfahren gegen Evergrande vor und fordert alle Anleiheinvestoren auf, sich diesem anzuschließen.

Die China Evergrande Group, der zweitgrößte Immobilienentwickler in China, war bereits im September mit den Zinszahlungen für zwei Anleihen in Verzug, wobei die 30-tägige Nachfrist noch im Oktober endet. Doch kurz vor Ablauf der Nachfrist wurde die Öffentlichkeit durch Gerüchte über angebliche Zinszahlungen in die Irre geführt. Auch die internationalen Medien hielten die Gerüchte für selbstverständlich. Lediglich die DMSA – Deutsche Marktscreening Agentur hat den Zahlungsausfall damals bereits erkannt und in einer Studie bewiesen, dass die Insolvenz von Evergrande, dem weltweit am höchsten verschuldeten Konzern, letztlich zu einem „Great Reset“, also dem Finale führen könnte, Zusammenbruch des globalen Finanzsystems.

(Hinweis für Journalisten: Siehe DMSA-Pressemitteilungen vom 25. und 29. Oktober 2021 sowie die DMSA-Studie „The Great Reset – Evergrande and the Final Meltdown of the Global Financial System“; alle verfügbar über die DMSA-Homepage www.dmsa -agentur.de.)

„Aber während der internationale Finanzmarkt den Finanzturbulenzen um den schwankenden Riesen Evergrande bisher mit bemerkenswerter Grundzuversicht begegnet ist – kann man auch sagen: mit bemerkenswerter Naivität – hat die US-Notenbank Fed unsere Einschätzung gestern bestätigt“, sagt DMSA-Senior-Analyst Dr. Marco Metzler. “In ihrem jüngsten Stabilitätsbericht hat sie explizit auf die Gefahren hingewiesen, die ein Zusammenbruch von Evergrande für das globale Finanzsystem haben könnte.”

Um gegen das Unternehmen als Gläubiger Insolvenz anmelden zu können, investierte DMSA selbst in Evergrande-Anleihen, deren Nachfrist heute (10.11.2021) abgelaufen ist. Insgesamt hätte Evergrande spätestens heute 148,13 Millionen Dollar Zinsen für drei Anleihen zahlen müssen. „Wir haben aber bisher keine Zinsen auf unsere Anleihen erhalten“, erklärt Metzler. Er fügt hinzu: “Da die Banken in Hongkong heute schließen, ist es sicher, dass diese Anleihen ausgefallen sind.”

Besonders problematisch für Evergrande: Alle 23 ausstehenden Anleihen haben eine Cross-Default-Klausel. „Das bedeutet, dass beim Ausfall einer einzelnen dieser Anleihen automatisch alle 23 ausstehenden Anleihen den Status ‚Ausfall‘ haben“, weiß DMSA-Senior-Analyst Metzler. Dies führt jedoch nicht automatisch zu einer Insolvenz der Evergrande Group. Zur Feststellung der Insolvenz muss beim Gericht ein Insolvenzantrag gestellt werden.

Dies kann entweder durch die Gesellschaft selbst oder durch einen oder mehrere Gläubiger der Gesellschaft erfolgen. Und genau das ist jetzt geplant. Metzler: „DMSA bereitet Insolvenzverfahren gegen Evergrande vor. Wir führen diesbezüglich bereits Gespräche mit anderen Investoren. Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Investoren unserer Aktionsgruppe anschließen würden.“

Für den DMSA-Experten steht fest: „Sobald ein Gericht das Insolvenzverfahren eröffnet, ist Evergrande auch offiziell bankrott – und das ist nur eine Frage von Tagen.“

https://www.prnewswire.com/news-releases/evergrande-officially-defaulted—dmsa-is-preparing-bankruptcy-proceedings-against-evergrande-group-301421327.html

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